Smartphone Wallets

Smartphone Wallets: Apple Wallet, Google Wallet und Samsung Wallet

Das digitale Portemonnaie, welches ich mir schon seit vielen, vielen Jahren gewünscht habe, ist endlich Realität und/oder es kommt immer mehr zu einer solchen. Was dir ein Smartphone Wallet heute schon alles bringt und es zukünftig könnte, darüber berichte ich hier im Beitrag.

Meine Geschichte mit dem digitalen Portemonnaie

Ich habe schon früh eine Aversion gegen das normale Portemonnaie entwickelt. Der Ursprung war ein Unfall, bei dem ich mir mit 18 beide Fersen gebrochen hatte. Mit den Krücken, welche mich fast 1.5 Jahre begleitet haben, war das Herausnehmen vom Portemonnaie mit dem Geld immer eine Qual.
Das war unter anderem der Grund, warum ich jeden Abend, das Münz in eine Büchse gesteckt und einfach Noten in meinem Hosensack transportiert hatte.

Parallel kamen die ersten brauchbaren Karten, um an immer mehr Orten zu bezahlen. Dennoch habe ich mir schon damals gewünscht, dass ich mit dem (damals noch Telefon) bezahlen könnte. Schliesslich müsste das technisch möglich sein, davon war ich damals schon überzeugt. Mit meinem NOKIA Communicator und noch mehr mit dem Start vom iPhone im 2007 wusste ich, allzu weit weg kann ich nicht mehr sein. Nochmals fünf Jahre später ging das ganze dann endlich in die richtige Richtung.


Smartphone Wallets

Gestartet hat das Ganze im Jahre 2012. Damals hat Apple seine vorgängige Lösung in Apple Wallet umbenannt und hat nach und nach begonnen, die Funktionen dieser Wallet zu ergänzen.

Apple Wallet

Bei Apple habe ich meine Karten hinterlegt, die Apple Pay bereits unterstützen (hier findest du die Schweizer Banken, welche Apple Pay unterstützen).

Schon seit vielen Jahren geniesse ich es, mit dem iPhone, oder meiner Apple Watch zu bezahlen. Das und vor allem in der Einfachheit möchte ich nicht mehr vermissen.

Auch das Hinterlegen meiner Flug- und Zug-, genauso wie Kino oder Konzerttickets möchte ich so beibehalten. Es ist, wie beim Portemonnaie, ich weiss immer in welchem «Fach» ich diese finde. Früher war es das Portemonnaie, heute ist es die Wallet auf dem Smartphone.

Vor allem aber auch freue ich mich, auf die kommenden Möglichkeiten, welche Apple in den letzten ein bis zwei Jahren vorgestellt hat. Welche teilweise in den Staaten schon vorhanden sind und bald (hoffentlich) auch zu uns kommen.

Mehr zu Apple Wallet kannst du hier nachlesen.

Google Wallet

Googles Dienste gehen auf und ab und immer wieder mal wird einer gestrichen oder im Namen angepasst. So auch nicht das erste Mal beim digitalen Portemonnaie. Es hiess schon einmal Google Wallet, wurde vor wenigen Wochen jetzt aber wieder umgetauft.

Mit dem neusten Update, welches du auf deinem Android Smartphone hoffentlich auch erhalten wirst, wird die neue Namensvergabe wieder angepasst.

Mehr zu Google Wallet kannst du hier nachlesen.

Samsung Wallet

Samsung hat mit Samsung Pay ein Konkurrenz-Angebot zu Google Pay, zumindest auf den eigenen Smartphone-Modellen. Somit war klar, dass sie auch parallel eine eigene Wallet Lösung anbieten werden.

Die Parallelen zu Google sind hier aber noch grösser. Kurz bevor Google ihre Neuigkeit zum «neuen» Namen bekannt gegeben hat, hat auch Samsung sein digitales Portemonnaie umbenannt.

Mehr zu Samsung Wallet kannst du hier nachlesen.

Huawei Wallet

Natürlich hat auch Huawei ein entsprechendes Pendant im Angebot. Leider aber haben auch hier die Probleme mit den USA zugeschlagen. Bevor das Huawei Wallet bei uns in Europa richtig starten konnte, kam der grosse Bruch.

In Deutschland gibt es – über Umwege – eine Möglichkeit über Huawei Wallet zu bezahlen. Das funktioniert bedauerlicherweise hier in der Schweiz nicht. Ich würde super gerne mit meiner Huawei Watch bezahlen.

Das einzige, was möglich ist, ihr könnt Bonus-Karten von gewissen Verkaufspunkten hinterlegen.

Mehr zu Huawei Wallet kannst du hier nachlesen.


Wallet, ein paar Beispiele

Unterhalb schildere ich ein paar Erfahrungsbeispiele. Die meisten davon habe ich mit meinem iPhone und somit mit Apple Wallet gemacht. Das meiste davon geht aktuell schon (oder nächstens) auch mit den oben genannten Mitbewerbern.

Mein Flugticket

Seit dem ersten Flug, an dem es möglich war, habe ich meine Flugtickets immer in der Wallet abgelegt.
Wen man nicht allzu viel fliegt und damals vielleicht noch etwas nervös war, ist man froh, wenn man weiss, wo die Dinge sind. So war es auch mit dem Ticket. Kaum bin ich in der Nähe vom Flughafen (meist noch im Zug oder Bus auf den letzten Metern) ploppt mein Ticket auch schon auf dem Sperr Screen vom Smartphone.

Einmal angetippt, mit der Gesichtserkennung oder dem Fingerabdruck entsperrt sich das Smartphone und schon habe ich das Ticket vor mir. So kann ich durch den Flughafen laufen und beim Einlass einfach kurz mein iPhone auf die Ablage legen. Schon ein Bruchteil einer Sekunde später wird die Türe für mir freigegeben und ich musste mein Ticket nicht einmal suchen.

Praktisch ist sicherlich auch, dass die Helligkeit vom Display automatisch auf volle Leistung gedreht wird, damit die Kontrolle auch reibungslos funktioniert. Noch praktischer, im Nachhinein geht die Helligkeit auch wieder zurück auf die ursprüngliche Einstellung.


Bargeldloses Bezahlen

Das Bezahlen mit dem Smartphone, ich habe hier im Blog schon viele Male darüber geschrieben. Müsste ich eine Funktion wählen, wäre es sicherlich diese, welche ich nicht mehr vermissen möchte.

Auch hier muss ich mir keine Gedanken machen. Ich kann mein Smartphone oder meine Smartwatch einfach an das Bezahlterminal halten und bezahle den von mir geforderten Betrag.

Das wichtigste aber, innert Sekunden Bruchteil bekomme ich gleich eine SMS oder eine Pushmeldung von der Bank, welche ich genutzt habe, mit dem Betrag welcher abgebucht wurde. Somit habe ich immer die Sicherheit, dass ich es mitbekomme, wenn etwas Geld mein Konto verlässt.
Das heisst, ich habe so auch eine gute Kontrolle über mein Geld. Je nach Lösung zeigt mir die Pushmeldung auch gleich noch den aktuellen Kontostand an. Damit verliere ich nie den Überblick.

Etwas, was ich auch sehr schätze bei meinen Mädels und ihrer Revolut-Karte. Sie bekommen eine Benachrichtigung und auch ich als Elternteil.


Bahn-Tickets

Wie oben schon bei den Flugtickets beschrieben, habe ich auch meine Bahn-Tickets immer gerne in der Wallet. Bis vor wenigen Jahren hatte ich noch ein GA, womit ich die Funktion nicht wirklich hab nutzen können. Doch seit ich nur noch ein Halbtax mein eigen nenne, kommt ein jedes Ticket, direkt aus der SBB App heraus, in meine Apple Wallet.

Auch hier siegt wieder die Bequemlichkeit. Immer wenn ich unterwegs bin im Zug mal eingeschlafen oder auch nur in einem Gespräch verwickelt bin. Ich kann direkt aus dem Sperrbildschirm heraus mein Ticket aufrufen, es scannen lassen und habe dann meine Schuldigkeit getan.


Kundenkarten

Je nach Lösung könnt ihr auch Kundenkarten, wie zum Beispiel Migros Cumulus, Coop Supercard oder die IKEA Famliy-Karte hinterlegen.

Ich verwende solche Kundenbindungsprogramme nicht. Genauso wie ich Google immer vorwerfe, dass sie viel zu viele Daten über mich sammeln, sammeln auch diese Karten Daten über uns, die nicht nötig sind.

Hier bekommt man auch Benefits, mit Punkten, welche wiederum eingesetzt und zu Geld gemacht werden können. Bis anhin konnte ich aber fast immer widerstehen. Ausser bei grösseren Einkäufen bei einem Schweizer Detailhändler, meine Frau ist Mitarbeiterin und bekommt da die fünffachen Punkte. Aber wie zuvor besprochen, nur bei grösseren Einkäufen.

Ich mag das «anonyme» bezahlen über Apple Pay, TWINT, Samsung Pay und ähnlichen Lösungen. Doch, wenn ich diese gepaart mit einer der Kundenkarten tätige funktioniert das natürlich nicht mehr.


Kino-Karten und Konzert-Tickets

Etwas, was ich früher gerne und viel gemacht hatte, waren Kino-Besuche. Doch seit wir Kinder haben, es immer mehr Streaming-Angebote gibt und wir einen neuen Fernseher haben, hat sich das deutlich gelegt.
Natürlich liegt es auch ein wenig daran, dass ich nicht mehr selber in einem Kino arbeite (aushelfe, wie noch in den anfangs 2000er Jahren).

Je nach Anbieter bekommt ihr im Kino, aber auch bei Konzerten eine Wallet fähige Karte zugestellt.


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